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LogistikStudio 04 · Mitnahmestapler

Mitnahmestapler sind kein Automatismus.
Sie sind ein Werkzeug.

Wo genau im Ablauf löst er ein Problem — und wo nicht?

Gabelstapler mit Kiste als Kunstexponat in einem Museum Exponat · Gabelstapler mit Kiste
Raumübersicht
Ihre Ware wiegt mehrere hundert Kilo und der Empfänger hat weder Rampe noch Stapler?
Sie liefern an Baustellen, Privatadressen oder Orte, an denen es keine Ladeinfrastruktur gibt?
Der Boden vor Ort ist nicht befestigt — Schotter, Rasen oder Erde statt Asphalt?
Ihnen wurde gesagt, Sie brauchen einen Mitnahmestapler — aber Sie sind sich nicht sicher, ob das wirklich stimmt?
Eine Hebebühne reicht nicht, weil die Ware zu schwer, zu sperrig oder zu empfindlich dafür ist?
Sie wollen sichergehen, dass die Ware nicht nur ankommt, sondern genau dort steht, wo sie hin soll?
Dann lohnt sich ein Blick in diesen Raum.

Ein Mitnahmestapler ist weder gut noch schlecht. Er wird sinnvoll — oder teuer.

Denn ein Stapler wird schnell eingeplant. Nicht, weil er immer gebraucht wird — sondern weil er Sicherheit verspricht.

Deshalb stellt sich bei mir immer eine Frage: Wo genau im Ablauf löst er ein Problem — und wo nicht?

Wenn der LKW nicht bis zur Entladestelle kommt

Nicht jede Entladestelle ist mit einem LKW erreichbar. Unbefestigte Zufahrten, enge Grundstücke, Baustellen abseits der Straße — in solchen Fällen bleibt der LKW stehen, manchmal 500 Meter vom eigentlichen Ziel entfernt.

Der Mitnahmestapler übernimmt dann nicht nur die Entladung, sondern die Verbringung der Ware bis zum Einsatzort. Palette für Palette, über Gelände, das kein Fahrzeug befahren kann.

Fallbeispiel

Warum ein Mitnahmestapler oft zu früh eingeplant wird

Ein Kunde meldet sich mit einer klaren Vorgabe: Ein Trockenschrank soll vom Schwarzwald nach Berlin transportiert werden. Be- und Entladung nur mit Mitnahmestapler möglich, so die Annahme. Der Grund: Der Schrank sei 2,60 m lang und damit nicht mehr stückguttauglich — zu lang für eine Zustellung per Hebebühne.

An dieser Stelle hake ich ein.

Denn bei der Frage „Stapler oder nicht" entscheidet nicht das Bauchgefühl, sondern das exakte Maß.

Ich bitte darum, die Länge noch einmal zu prüfen. Bei diesem Trockenschrank entscheiden 15 cm darüber, ob er noch stückgutfähig ist, oder ob zwingend ein Mitnahmestapler eingeplant werden muss.

Am Ende misst der Trockenschrank 2,20 m.

Der Stapler hätte hier kein Problem gelöst. Er hätte lediglich zusätzliche Kosten verursacht.

Mein Kunde spart rund 400 Euro. Der Transport kommt pünktlich und unbeschädigt an.

Ein Mitnahmestapler kostet Geld. Nicht abstrakt — sondern bei jeder Fahrt.

Wenn der Stapler ein echtes Hindernis beseitigt

Ein Mitnahmestapler ist sinnvoll, wenn die Be- oder Entladung selbst das logistische Problem darstellt.

Zum Beispiel, wenn:

Gerade bei mehreren Fahrzeugen kann ein sinnvoll eingesetzter Stapler Kosten senken statt erhöhen.

Wenn sich das Problem ohne Stapler lösen lässt

Ein Mitnahmestapler ist nicht sinnvoll, wenn das Be- bzw. Entladeproblem anders lösbar ist.

Zum Beispiel:

In diesen Fällen entsteht kein Mehrwert — sondern lediglich zusätzliche Kosten.

So wird aus einem Kostenfaktor ein Steuerungsinstrument.

Stapler nur am Entladeort

Der größte Fehler in der Staplerlogistik ist, den Stapler fest an ein Fahrzeug zu binden. In meiner Planung ist der Stapler eine eigene Ressource — er wird dort eingesetzt, wo er gebraucht wird, nicht automatisch über die gesamte Strecke.

Ein Transport aus Tschechien nach Euskirchen zu einer Baustelle lief als Teilpartie. Der Hauptlauf erfolgte ohne Mitnahmestapler — auf der Strecke bestand kein Bedarf.

Die Entladung in Euskirchen sollte mit Stapler erfolgen, da die Baustelle vor Ort keine andere Möglichkeit bot.

Am Folgetag kam eine zusätzliche Bestellung hinzu: eine einzelne Palette mit rund 200 kg, Ziel: Willich. Auch dort war eine Entladung ohne Stapler nicht möglich.

Die Lösung:

Kein Stapler dort, wo er keinen Nutzen bringt. Der Kunde zahlte nur das, was im Ablauf tatsächlich notwendig war.

Ein Mitnahmestapler ist kein Produkt. Er ist eine Entscheidung.

Ich verkaufe keinen Mitnahmestapler. Ich verkaufe die Sicherheit, dass er nur dann eingesetzt wird, wenn er Sinn ergibt.

Das sorgt dafür, dass Transporte nicht teurer werden, als sie sein müssen.

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Der nächste Schritt

Der nächste Schritt ist kein Angebot

Es ist eine Einschätzung Ihrer konkreten Situation. In einem Gespräch klären wir, ob Standardlogistik ausreicht, wo die Risiken liegen — und welche Lösung tatsächlich sinnvoll ist.

Manchmal entsteht daraus eine Zusammenarbeit. Manchmal nur Klarheit.
Beides hat Wert.

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