Mitnahmestapler-Logistik beginnt nicht am LKW.
Sondern am Telefon.
Der Mitnahmestapler am LKW ist ein Werkzeug.
Ob auf Mallorca oder an der Museumstür.
Exponat · Gabelstapler mit Kiste
Der Mitnahmestapler am LKW ist ein Werkzeug.
Ob auf Mallorca oder an der Museumstür.
Exponat · Gabelstapler mit Kiste
Ein LKW mit Mitnahmestapler wird immer dann eingesetzt, wenn es um große, schwere oder sperrige Waren geht, die mit dem Gabelstapler an Be- und Entladestellen entladen werden müssen, da es dort keine andere Entladeinfrastruktur gibt.
Dies ist neben Baustellen oft bei Privatkundenbelieferungen von Online-Händlern der Fall. Es gibt aber auch andere — manchmal kuriose — Einsatzszenarien für Transporte mit Mitnahmestapler:
Museen bekommen nicht regelmäßig LKW-Lieferungen. Deshalb gibt es meistens keinen Gabelstapler oder Rampen zur Be- und Entladung, und oft sind dann auch noch Packstücke dabei, die länger als 2,40 m sind und deshalb nicht per Hebebühne be- und entladen werden können. Ich organisiere deshalb für einige Museen in Deutschland deren Ausstellungstransporte mit Mitnahmestapler.
Für einen Hersteller von hochwertigen Möbeln und ausgefallenen Holzdekorationen organisiere ich regelmäßig Teilpartien mit Mitnahmestapler. Hier wird bei Privatkunden mit Mitnahmestapler zugestellt. Da kommt es dann auch mal vor, einen handgeschnitzten Hirschen, der 2 m hoch ist, mit Mitnahmestapler zuzustellen.
Ein Mitnahmestapler ist sinnvoll, wenn die Be- oder Entladung selbst das logistische Problem darstellt.
Zum Beispiel, wenn:
Gerade bei mehreren Fahrzeugen kann ein sinnvoll eingesetzter Stapler Kosten senken statt erhöhen.
Die Frage ist nicht ob ein Stapler verfügbar ist. Sondern ob er nötig ist.
Bei einer Anfrage prüfe ich immer zuerst, ob wirklich ein Mitnahmestapler notwendig ist — oder ob es einfachere Lösungen gibt, die Ware zu be- oder entladen.
Öfter stellt sich dabei heraus, dass manchmal ein bloßes Nachmessen reicht, um einen günstigeren Weg für den Transport zu finden.
Ein Kunde meldet sich mit einer klaren Vorgabe: Ein Trockenschrank soll vom Schwarzwald nach Berlin transportiert werden. Be- und Entladung nur mit Mitnahmestapler möglich, so die Annahme. Der Grund: Der Schrank sei 2,60 m lang und damit nicht mehr stückguttauglich — zu lang für eine Zustellung per Hebebühne.
An dieser Stelle hake ich ein.
Denn bei der Frage „Stapler oder nicht" entscheidet nicht das Bauchgefühl, sondern das exakte Maß.
Ich bitte darum, die Länge noch einmal zu prüfen. Bei diesem Trockenschrank entscheiden 15 cm darüber, ob er noch stückgutfähig ist, oder ob zwingend ein Mitnahmestapler eingeplant werden muss.
Am Ende misst der Trockenschrank 2,20 m.
Der Stapler hätte hier kein Problem gelöst. Er hätte lediglich zusätzliche Kosten verursacht.
Mein Kunde spart rund 400 Euro. Der Transport kommt pünktlich und unbeschädigt an.
Ein Mitnahmestapler kostet Geld. Nicht abstrakt — sondern bei jeder Fahrt.
Wenn sicher ist, dass wirklich ein Gabelstapler nötig ist, prüfe ich die Zufahrten und Flächen bei Be- und Entladestelle. Ein LKW mit Mitnahmestapler benötigt knapp 20 m Platz in der Länge und 6 m in der Breite.
Was mit einem kleineren Fahrzeug funktioniert hat, geht mit einem Sattelzug oft nicht mehr. Deshalb kläre ich Zufahrt, Wendemöglichkeiten und Parkplatzsituation vor dem Transport — nicht am Tag der Lieferung.
Nicht jede Entladestelle ist mit einem LKW direkt erreichbar. In solchen Fällen wird etwas entfernt ein geeigneter Stellplatz gesucht und der Mitnahmestapler übernimmt die Verbringung der Ware bis zum Einsatzort — auch über mehrere hundert Meter.
Bei Langgut kommt häufig ein Vier-Wege-Stapler zum Einsatz. Seine Räder lassen sich um 90° drehen — das ermöglicht es, auch ein 5 m langes Bauteil durch schmale Durchfahrten zu bewegen, die sonst nicht passierbar wären.
Neben dem klassischen Einsatzgebiet bei der Privatkundenbelieferung für E-Commerce-Shops und der Lieferung von Baustoffen — bei denen man direkt an einen Gabelstapler denkt — gibt es für den Mitnahmestapler noch viele weitere Waren zu transportieren, an die man gar nicht direkt denkt. Über Klopapier, Spielplatzgeräte, Fitnessgeräte, Ahorn-Sirup in IBC, Theaterausstattung bis hin zum Transport für Filmproduktionen und komplette Event- oder Pop-Up-Veranstaltungen habe ich schon für vieles davon die Logistik organisiert.
Eine besondere Herausforderung sind Teilpartien mit Mitnahmestapler europaweit. Hier ist ein gutes Netzwerk sowie eine vernünftige Planung notwendig. Manchmal muss dazu auch umgeladen werden, um den Transport zeitgerecht und in einem realen Kostenrahmen zu halten.
Der größte Fehler in der Staplerlogistik ist, den Stapler fest an ein Fahrzeug zu binden. In meiner Planung ist der Stapler eine eigene Ressource — er wird dort eingesetzt, wo er gebraucht wird, nicht automatisch über die gesamte Strecke.
Ein Transport aus Tschechien nach Euskirchen zu einer Baustelle lief als Teilpartie. Der Hauptlauf erfolgte ohne Mitnahmestapler — auf der Strecke bestand kein Bedarf.
Die Entladung in Euskirchen sollte mit Stapler erfolgen, da die Baustelle vor Ort keine andere Möglichkeit bot.
Am Folgetag kam eine zusätzliche Bestellung hinzu: eine einzelne Palette mit rund 200 kg, Ziel: Willich. Auch dort war eine Entladung ohne Stapler nicht möglich.
Die Lösung:
Kein Stapler dort, wo er keinen Nutzen bringt. Der Kunde zahlte nur das, was im Ablauf tatsächlich notwendig war.
Der Stapler fährt dahin, wo die Ware hin muss. Europaweit.
Transporte mit Mitnahmestapler organisiere ich nicht nur in Deutschland. Ich organisiere die Mitnahmestaplertransporte europaweit. Ob Fliesen nach Mallorca, ein Ladenbauprojekt nach Finnland, ein Gartenhaus in die Schweiz oder handgeschnitzte Holzdekoration nach Österreich — die Anforderungen an die Be- und Entladung sind überall dieselben: Kein Gabelstapler vor Ort, keine Rampe, oft enge Zufahrten.
Ich verkaufe keinen Mitnahmestapler. Ich verkaufe die Sicherheit, dass er nur dann eingesetzt wird, wenn er Sinn ergibt.
Lassen Sie uns darüber sprechen, was bei Ihnen sinnvoll ist – und was nicht.
Schreiben Sie mir