Event-Logistik scheitert nicht an Kilometern.
Sie scheitert an Minuten.
Wie plant man Transport, wenn es keinen zweiten Versuch gibt?
Wie plant man Transport, wenn es keinen zweiten Versuch gibt?
Bei Events, Pop-ups und Ausstellungen geht es nicht um Transport im klassischen Sinn.
Es geht um Zeitfenster, Abhängigkeiten und um Abläufe, die genau einmal funktionieren müssen.
Denn hier steht selten nur Ware auf dem Spiel. Sondern Termine, Besucher, gebuchte Tickets, Presse – und die Außenwirkung eines gesamten Projekts.
Ein Fehler im Transport ist in diesen Fällen kein logistisches Problem. Er ist sichtbar.
Bei Museums- und Ausstellungsprojekten gibt es keinen zweiten Versuch. Aufbauzeiten sind fix. Gewerke greifen ineinander. Öffnungstermine stehen fest.
In einem Projekt zeigte sich während der Abholung, dass der geplante Ablauf so nicht funktionieren würde.
Ich habe den Kunden informiert – und parallel bereits ein weiteres Fahrzeug organisiert. Nicht, weil die Entscheidung gefallen war. Sondern weil Zeit der kritische Faktor war.
Ich habe das Risiko übernommen, damit im Moment des Go's keine weitere Minute verloren geht.
Denn bei Ausstellungen zählt nicht, wer theoretisch recht hat. Es zählt, dass der Aufbau steht.
Bei klassischer Logistik ist ein Fehler ärgerlich. Bei der Event-Logistik ist er öffentlich.
In der klassischen Logistik wird vorwärts geplant: Ware ist da, Fahrzeug wird gebucht, Termin wird gesetzt.
Bei Events funktioniert das nicht. Der Termin steht fest. Der Ort steht fest. Die Gewerke sind getaktet. Alles andere muss sich danach richten.
Deshalb beginne ich mit dem Moment, in dem alles stehen muss — und plane von dort rückwärts:
Erst wenn der Ablauf unter Druck funktioniert, funktioniert er überhaupt.
Ein typischer Fall aus der Modebranche: Wöchentlich wechselnde Pop-up-Stores. Abbau am Abend. Weitertransport am Morgen. Eröffnung am nächsten Standort am selben oder nächsten Tag.
Der Transport ist hier nicht das Ziel. Er ist der engste Taktgeber im gesamten Ablauf.
Je nach Location bedeutet das:
Nicht aus Gewohnheit. Sondern, weil der Ablauf es erzwingt.
Events werden beworben. Ausstellungen werden fotografiert. Pop-ups werden geteilt. Transport ist hier kein Kostenpunkt. Er ist Teil des Eindrucks.
Ein B2C-Onlinehändler vor seinem ersten großen Produktlaunch. Über 1.500 Erstbesteller. Das Produkt: groß, sperrig, technisch noch paketfähig — aber grenzwertig.
Die günstigere Variante wäre Paketversand gewesen. Ich komme aus der E-Commerce-Distribution — und weiß, was beim Erstkontakt zählt. Was bedeutet Paketversand konkret für den Empfänger? Benachrichtigungskarte, Weg zum Paketshop, Paket ins Auto oder den Bus, nach Hause tragen.
Für einen Erstkauf. Für ein Produkt, auf das jemand gewartet hat.
Die Entscheidung fiel für Stückgut — Zustellung direkt an die Haustür. Nicht weil es logistisch nötig war. Sondern weil der Moment der Übergabe Teil des Produkterlebnisses ist.
Kein Event im klassischen Sinn. Aber ein Produktlaunch folgt demselben Prinzip: Es gibt genau eine Chance für den ersten Eindruck.
Bei Events gibt es keinen zweiten Morgen. Entweder es steht — oder es ist sichtbar.
Meine Aufgabe in der Event-Logistik ist nicht, Ware von A nach B zu bringen. Meine Aufgabe ist, dass am Tag der Eröffnung alles steht — und niemand merkt, was dafür nötig war.
Es ist eine Einschätzung Ihrer konkreten Situation. In einem Gespräch klären wir, ob Standardlogistik ausreicht, wo die Risiken liegen — und welche Lösung tatsächlich sinnvoll ist.
Manchmal entsteht daraus eine Zusammenarbeit. Manchmal nur Klarheit.
Beides hat Wert.